Abschlußbericht des Berlin-Aufenthaltes der Praktikanten aus Château-Chinon
Programm des Berlin-Aufenthaltes und Konzeption
Das dreiwöchige Praktikum, im Jahr 2008, setzte sich aus zwei Bausteinen, und zwar durch den sprachlich-kulturell ausgerichteten Teil und einem zweiwöchigen praktischen Abschnitt zusammen.
In der ersten Woche fand täglich ein vierstündiger Sprachunterricht statt, in dem den Praktikanten alltagssprachliche und fachspezifische Basiskenntnisse der deutschen Sprache vermittelt wurden.
Im Anschluß daran wurden Exkursionen unternommen, die zum Kennen lernen der Stadt und seiner Sehenswürdigkeiten dienten. Neben geschichts- und architekturbezogenen Stadtführungen lag ein besonderer Akzent auf Besuchen von Museen, deren Sammlungen einen möglichst direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit der Praktikanten besitzen.
Angestrebt wurde, die Teilnehmer sowohl für allgemein kulturhistorische wie auch regionalspezifische Phänomene zu sensibilisieren.
Grundlegende Überlegungen zur Projektarbeit
Einerseits sollten die Praktikanten ihre bereits erworbenen Fertigkeiten einsetzen, andererseits darüber hinaus gehende Fähigkeiten erwerben.
Zu diesem Zweck wurde eine historische Kanzel (angefertigt 1892) in einem Baudenkmal (Evangelisch-lutherische Erlöserkirche in Berlin-Rummelsburg) als Objekt bestimmt. Während der Projektarbeit mussten sowohl konservatorische als auch restauratorische Maßnahmen durchgeführt werden.
Ein besonderes Interesse unsererseits bestand überdies in der Absicht, den Praktikanten die Möglichkeit zu bieten, ihre praktischen und theoretischen Kenntnisse in einer realen Arbeitssituation anhand eines zeitlich begrenzten Projekts zu erproben.
Damit die Arbeiten unter Anleitung gewinnbringend für die Praktikanten ausfielen, wurde die Gruppe geteilt, d. h. im wöchentlichen Wechsel arbeitete jeweils die andere Gruppe projektbezogen im Atelier.
Zur Arbeit im Atelier gehört unter anderem die Aufgabe, fehlende Teile nachzufertigen oder Kopien von Originalteilen herzustellen.
Ergebnis und Dokumentation der Projektarbeit ››
Allgemein lässt sich festhalten, dass die Projektarbeit ohne Komplikationen durchgeführt und zur Zufriedenheit aller Mitwirkenden abgeschlossen werden konnte. Dies gilt nicht allein für den Auftraggeber (Kirchengemeinde, stellvertretend durch den bauleitenden Architekten.
Zu den auszuführenden Arbeiten zählte neben der Reinigung, Konservierung und Oberflächenvergütung ganz wesentlich die Restaurierung von historischen Holzteilen, bei der Teilergänzungen bzw. Nachfertigungen nach dem historischen Vorbild notwendig waren. Insbesondere in diesem Bereich waren die Ergebnisse sehr qualitätvoll.
Fachbetreuer und Sprachbegleiter
Überaus erfreulich während des Praktikums war die Zusammenarbeit mit den Fachbegleitern. Entscheidend hierfür war neben der jeweils sehr hohen fachlichen Kompetenz auch das Engagement, das alle sowohl im Hinblick auf das Gelingen der Projektarbeit wie auch den gesamten Austausch zeigten.