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RestaurierungsZentrum Berlin e.V.
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Villa Borsig



Villa Borsig, Tegeler See, Berlin:
Gästehaus des Bundesaußenministers

Auftragsumfang:
  • Instandsetzung sämtlicher historischer Kastendoppelfenster (gang- und schliessbar machen, sowie Gummidichtungen einsetzen)
  • Restaurierung sämtlicher Zimmertüren - einsetzen neuer Schlösser und Beschläge.
Geschichtliches:

Nachdem 1898 der Industrielle Ernst von Borsig den Berliner Sitz der von seinem Großvater August Borsig gegründeten A. Borsig GmbH vom Berliner Stadtzentrum nach Tegel verlegt hatte, erwarb er von Nachkommen der Familie von Humboldt die damals noch durch Sumpfland getrennten Inseln Großer und Kleiner Reiherwerder. Zunächst ließ er ab 1903 das Sumpfgelände trockenlegen, aus den beiden Inseln entstand die Halbinsel Reiherwerder. Im Bereich des Kleinen Reiherwerders wurde anschließend mit dem Bau eines einfachen Landhauses, heute die Alte Villa genannt begonnen, das 1908 fertiggestellt war. Diese Villa genügte aber schon bald nicht mehr Borsigs Ansprüchen, und so beauftragte er die Architekten Alfred Salinger und Eugen Schmohl mit dem Entwurf einer neuen, repräsentativeren Villa auf dem Großen Reiherwerder. Dabei legte Borsig Wert darauf, dass die neue Villa dem Potsdamer Schloss Sanssouci ähnelt. Das Gebäude wurde schließlich von 1911 bis 1913 gebaut und war bis zum Herbst 1937 Wohnsitz der Familie Borsig. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es als Reichsfinanzakademie genutzt.

Nach dem Ende des Krieges war das Gelände Teil des Französischen Sektors. Die Borsig-Villa wurde zur Residenz des Oberkommandierenden der französischen Truppen. Unmittelbar nördlich des der Villa zur Wasserseite hin vorgelagerten Gartens in neobarockem Stil wurde 1958 mit dem Pavillon du Lac ein französisches Offizierskasino gebaut. Die Villa selbst wurde vorübergehend als Gästehaus der Stadt Berlin und der Bundesrepublik Deutschland sowie ab 1959 als Sitz der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung genutzt. Mitte der 1980er-Jahre erfolgte eine Grundsanierung der Villa. Im Jahr 2003 wurde mit dem Um- und Ausbau des Anwesens zur Akademie Auswärtiger Dienst begonnen, wobei insgesamt etwa 24 Mio. Euro investiert wurden. Zum Jahreswechsel 2005/2006 erfolgte dann der Umzug der Akademie von Bonn-Ippendorf auf den Reiherwerder, wobei der Borsig-Villa die Sonderrolle als Gästehaus des Bundesaußenministers zukommt. Das gesamte Gelände ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.














 
 
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